Prostatakrebs - Was ist das?
Mann auf Sofa liest Zeitung

Das Prostatakarzinom ist eine Alterserkrankung: Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt ab dem 55. Lebensjahr deutlich an. Die Diagnose erfolgt häufig mittels Tastbefund im Rahmen der sogenannten digital-rektalen Untersuchung (DRU). Der Arzt tastet die Prostata durch den Enddarm nach auffälligen knotigen Veränderungen ab. Diese Untersuchung ist Bestandteil der gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Alle Männer ab 45 Jahren können die Tastuntersuchung einmal jährlich kostenfrei in Anspruch nehmen. Ziel ist die frühzeitige Erkennung eines Prostatakarzinoms, denn wenn der Krebs noch auf die Prostata beschränkt ist, besteht eine gute Chance auf eine Heilung.

Wenn erst einmal klinische Beschwerden auftreten, die von einem Prostatakarzinom verursacht werden, ist der Krebs dagegen schon weit fortgeschritten. In diesem Erkrankungsstadium ist eine Heilung unwahrscheinlich und es geht vorrangig darum, das Tumorvolumen noch einmal deutlich zu verkleinern, den Patienten die durch die Geschwulst ausgelösten Beschwerden zu nehmen und die Erkrankung möglichst lange zu stabilisieren. Die Messung des Prostata-spezifischen Antigens PSA ist dann bei der Kontrolluntersuchung ein Indikator für das Tumorwachstum. Die PSA-Messung kann aber auch helfen, dass ein Prostatakarzinom heute schon in einem sehr frühen Stadium zu entdecken, bereits bevor der Arzt den Tumor ertasten kann.

Allerdings entsteht ein erhöhter PSA-Wert nicht nur durch Prostatakrebs. Deshalb genügt die PSA-Messung zur Krebsfrüherkennung alleine nicht. Bei erhöhtem Wert sollten weitere Untersuchungen folgen, um die Ursache abzuklären. Unklar ist derzeit außerdem, ob durch die PSA-Messung und die sehr frühe Diagnose tatsächlich die Überlebenschance erhöht wird. Der PSA-Test ist aus diesem Grund derzeit keine Kassenleistung im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen.

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